Wohin, Frau Merkel?

Als ich Merkel das erste mal hörte, musste ich denken: typisch Ossi; klang wie die Pionierleiterin meiner Grundschule (das war lange, bevor ich wusste, dass sie einst FDJ-Sekretärin war.
Den selben salbungsvollen Ton kann sie nun wieder auflegen: „Opel gerettet“ – als wäre damit alles gerettet.
Kein Grund, sich in die Brust zu werfen! Wir rechnen mit schlimmeren als den Verlust von ein paar Arbeitsplätzen mehr:  Wie wollen wir der Welt in Zukunft in die Augen schauen (Ja: Glo-ba-li-sierung! Schon mal gehört?). – verdächtigt dort, noch immer als Mord- und Terrorhorde zu agieren? Ist nun  klar, ob in Afghanistan etwas falschlief?Die Untersuchung zur Bombardierung der Tanklaster? Und, wenn ja, warum schwadronisiert sie dann über Beiläufiges? Beiläufig im Vergleich zu dem, was uns bald interessieren wird?
Konfrontiert mit Unerwünschten ist sie wirklich nicht die Frau. In ihrem salbungsvollen Singsang mit den Argumentationssprossen eines Milchmädchens ist sie eher zu Hause. Heimelig-verschmitzt wie der Weihnachtsmann, und wohl selbst noch überrascht von der unerwarteten Wahlhilfe made in U.S.A. auf ihrem Weg zum Pult, von dem aus sie diese Botschaft gleich verlautbart:
„Opel:Alles so gelaufen, wie wir es auch wollten!“
Sie wollten hoffentlich unser bestes… Man möchte es ihrem zufriedenem Gesicht gern glauben.
Dass es ein Geschenk, ein Coup war, etwas zu Feiern war, dem widersprechen schon die Treuhänder, die den Verkauf begleiteten. Und Entlassungen, so war die Kanzlerin gewarnt, plane auch Magna! Es war eine politische, nicht eine wirtschaftliche Entscheidung – so distanzierten sich die Treuhänder (tagesthemen; ARD; 10. September). Da seilt sich doch nicht schon wieder vor unser aller Augen ein deutscher Spitzenpolitiker/in nach sicheren russischen Aufsichtsposten hin ab? So nebenbei, neben dem Regieren, oder stattdessen, wer will das trennen?  Diesmal zu einer Bank dort? Banken… Banken… – da war doch mal was – Merkel und die Banken?
Und noch keine Zeile eines Vertrages mit General Motors ist unterschrieben. Unsere „Loyalität“ gegenüber dem laufenden und den geplanten Kriegen im Zweistromland wird das nicht kosten, oder?
Oder: Ist geklärt, ob der nachlässige, um es gelinde auszudrücken, Umgang mit radioaktiven Energiegewinnungsrückständen nicht wenigstens den Tatbestand der Fahrlässigkeit, wieder, um es gelinde auszudrücken, erfüllt? Und zu beraten, wie dasin Zukunft auszuschließen ist? Ist noch „Frauenunion“ – mit diesem Verweis verwies sie neulich brüskiert die Leute eines NDR-Nachrichtenteam, das sich nach, wie diese behaupten, mehrfachen, vergeblichen Bitten um ein Interview, dieses Bad der Kanzlerin in der Menge zunutze machen wollten, um sie, damalige Bundesumweltministerin, über ihr versuchtes Erzwingen eines  ebenfalls ungeeigneten Atom- “ Endlagers“ in Sachsen-Anhalt zu befragen. Über ihre  „mehr als rüde“,  so die Betroffene, „Verhängung eines Maulkorbs“ betreffs der Bedenken der sächsisch-anhaltinischen Umweltministerin – mit und trotz ihrem erwartbarem Wissen als Physikerin  – wundert sich die ehemalige Umweltministerin Sachsen-Anhalts noch heute über ihre damalige Kollegin auf Bundesebene.
Schnee von gestern? Da war Frauenunion, und Frau Merkel, auf dem Weg zu Ihrer Rede dorthin, wird übel bei solcher journaillelistischer Wegelagerei, man sieht es ihr sehr deutlich an. „Frauenunion“? Frauen sind auch nicht resistent gegen Nukleine im Trinwasser? Manche wollen Kinder. Und Enkel.
Und Sie, Frau Merkel! Wo wollen Sie dann denn hin?

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